Portrait

Jenny Wild

Wie so viele, die auf diese Seite kommen, habe ich mit Natural Horsemanship angefangen, weil ich „ein“ Problem mit meinem Pferd hatte: Paul ging nicht auf den Hänger! Eine Lösung musste her. Zwei Leute an unserem Stall praktizierten Natural Horsemanship. Und so habe ich gemeinsam mit meiner Freundin Silke vor 6 Jahren mit meinem ersten Parelli Heimstudium begonnen und dieses auch in ziemlich kurzer Zeit mit einem bestandenen Level 1 abgeschlossen.

Wie froh bin ich darüber, dass ich ganz schnell gemerkt habe, dass ich nicht nur ein Problem gelöst hatte, sondern, dass sich mir ein Weg geöffnet hat. Ich habe eine Möglichkeit gefunden mir und meinem Pferd autodidaktisch etwas beizubringen. Auf einmal habe ich Paul aus einer ganz anderen Perspektive gesehen. Ich habe gemerkt, dass ich nicht mit Druck und ungerechten Hilfsmitteln irgendwelche verschwommenen Bilder erreichen musste, sondern dass ich in der Lage war, mit einem konkreten Bild und einfachen und nachvollziehbaren Prinzipien und Techniken genau das zu erreichen, was ich mir eigentlich schon immer gewünscht habe. Jedes mal, wenn ich ein Ziel erreicht hatte, ergaben sich gleich etliche neue. Es wurde eine Kettenreaktion mit dem Ergebnins, dass ich auf einmal Dinge konnte, von denen ich niemals zu träumen gewagt hätte. Auf einmal ergaben Worte wie Spaß, Sicherheit, Motivation, Entspannung, Spielen, Bedürfnisse, Angstbewältigung, Balance zusammen mit Pferden für mich einen Sinn.

Wir sind einen intensiven, vielseitigen, manchmal frustierenden aber auf jeden Fall so lohnenden gemeinsamen Weg gegangen und ich bin so stolz auf Paul und mich, dass wir es geschafft haben eine Beziehung zu gestalten, von der wir beide etwas haben und eine Kommunikation zu führen, die es uns beiden ermöglicht, unsere Bedürfnisse zu vermitteln und zu erhalten.

Angefangen habe ich damit Probleme zu lösen, und ganz schnell habe ich gemerkt, dass es darum geht Perspektiven zu schaffen und gemeinsam etwas zu erreichen.

Im August 2008 habe ich Peer bei dem Pferdemusical „Fuego“ von und mit Silke Vallentin kennen gelernt. Ich hatte die Ehre bei diesem wunderschönen Event mit Paul mitzumachen. Obwohl Peer's und mein Weg zum Natural Horsemanship ziemlich unterschiedlich war, haben wir schnell gemerkt, dass unser Gedanken, Gefühle und Ideen genau in eine Richtung gehen und so waren wir in der Lage unser jeweiliges Wissen zusammenzuführen, abzugleichen und zu ergänzen.

Zum Glück haben wir uns gefunden und dürfen zusammen unterrichten und ganz vielen Pferden und Menschen helfen, zueinander zu finden, ihre gemeinsamen Probleme zu lösen, und für viele weiteren Situationen mit ihrem Pferd gewappnet zu sein. Was bisher als Problem gesehen wurde, wird auf einmal zu einer Chance, die Beziehung und die Kommunikation zu verbessern.

Auch wir haben Spaß daran, uns ständig weiter zu entwickeln. Peer und ich tauschen uns ständig über unseren Unterricht, unsere Ideen aus, über neue Bücher, über DVDs, über unsere ganzen, neuen Projekte. Manchmal ist nur ein Satz oder ein Bild der Anfang einer neuen Idee. Wir sind immer in Bewegung und nutzen jede Gelegenheit uns weiter zu bilden, unser Wissen zu strukturieren und unseren Schülern all unser Wissen weiter zu geben

Denn das schönste an Wissen ist, dass es nicht weniger, sondern mehr wird, wenn man es teilt. Zum Glück hatten und haben wir Lehrer, die es genauso sehen wie wir!

Im Oktober 2008 kam Amy, meine damals sechs Monate alte Painthorse-Araberstute in mein Leben. Amy zeigt mir jeden Tag, dass alles, was ich bis jetzt lernen durfte so viel Sinn macht. „Ganz nebenbei“ hat sie schon so viel gelernt, dass sie fast jede meiner Fragen mit: „Ja klar, mach ich doch gerne!“ beantwortet und ich so gerne ihre Bedürfnisse respektiere und genauso auf ihre Fragen mit: „Ja klar, mach ich doch gerne!“ antworte. Das Ergebnis ist, dass ich mit dieser ziemlich extrovertierten Stute, überall hinspazieren kann: Durch jeden Wald, und durch jedes Wohngebiet, zum Einkaufen, über Treppen, etc. Alles ist leicht, alles macht Spaß und alles hat einen Sinn.

Ich hoffe, dass mir meine Pferde noch viel beibringen können und ich noch ganz viele Menschen motivieren kann, ihren Pferden ein besserer Partner zu sein.